“Johannes Przygodda hat mich sehr berührt. Er ist ein überragender Cellist - sein Spiel ist in jeder Phrase von außergewöhnlicher Musikalität und tief emotional. Ein hochsensibler Künstler, wie er selten zu hören ist.”

- Christoph Eschenbach

Biographie

Der in Berlin geborene Cellist Johannes Przygodda gab bereits im Alter von acht Jahren sein Debüt als Solist mit den Berliner Symphonikern im großen Saal der Philharmonie Berlin. Seitdem konzertierte er u.a. mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Staatsorchester Brandenburg, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Berlin-Brandenburger Sinfonieorchester und mit der Philharmonie Baden-Baden. Dabei spielte er unter der Leitung von Dirigenten wie Michael Sanderling, Heribert Beissel, Evan Christ und Pavel Baleff.
Ein besonderer Höhepunkt der Saison 2021/22 war das Debüt unter der Leitung von Maestro Christoph Eschenbach mit dem Beethoven Tripelkonzert beim Kalamata Music Days Festival.

Eine große Leidenschaft des Musikers ist die Kammermusik. So spielte er auf zahlreichen Festivals in unterschiedlichen Formationen, unter anderem 2016 beim Akoesticum Talent Programme in den Niederlanden (mit weltweiter Fernsehübertragung über Brava Television), 2018 bei der Kammermusikakademie Hohenstaufen und 2019 beim Ravel-Festival in Frankreich und dem Podium Festival Esslingen. Zudem ist der junge Künstler Gründungsmitglied des Quantum Clarinet Trios, mit dem er regelmäßig in Frankreich, Deutschland und Italien konzertiert. Mit dem Quantum Clarinet Trio ist er Gewinner des dritten Preises des 2020 Fischoff Chamber Music Competition in den USA und seit 2021 Aspirant der European Chamber Music Academy (ECMA). Im Herbst 2023 hat das Ensemble seine vom Deutschlandfunk Kultur produzierte Debüt CD, mit Werken von Brahms, Frühling und Kahn beim Label Hänssler veröffentlicht. Neben zahlreichen Radiosendungen, u.a. im RBB, Radio Bremen und Ö1, haben sie schon jetzt überwältigend positive Kritiken, wie zum Beispiel 5 Sterne im Pizzicato Magazin, erhalten. Im März 2023 war das Trio zudem erstmalig in der Mailänder Scala und im Teatro La Fenice in Venedig zu Gast.

2022 war Johannes mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi auf der Europa und Asien Tournee. Seit 2021 spielt er regelmäßig als Aushilfe im Orchester der Opéra National de Paris, sowie als Solocellist beim Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim.


Der junge Cellist ist mehrfacher Preisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ und gewann zuletzt einen 1. Bundespreis sowie zwei Sonderpreise in der Kategorie „Violoncello solo.“ 2005 erspielte er sich den 1. Preis beim Internationalen Dotzauer-Wettbewerb in Dresden. Zudem ist er mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds und erhielt für die herausragende Leistung bei der Carl-Flesch Akademie den „Werner-Stiefel Preis“ und weitere Förderpreise.

Johannes war Stipendiat des Vereins „Live Music Now“ Salzburg und Berlin, sowie der „Internationalen Musikakademie für musikalisch Hochbegabte e.V.“ in Berlin. 2018 erhielt er den Förderpreis der Ravel Akademie in Saint-Jean de Luz, Frankreich, gestiftet vom Lions und Rotary Club.

Johannes Przygodda begann mit dem Violoncellounterricht im Alter von fünf Jahren und wurde mit sieben Jahren Jungstudent an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Zu seinen Lehrern zählten Sabine Andert, Josef Schwab und Stephan Forck in Berlin und Clemens Hagen in Salzburg, an der Universität Mozarteum. Im Jahr 2020 hat er sein Master-Studium bei Jérôme Pernoo am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Paris mit Bestnote abgeschlossen. Zur Zeit vervollständigt Johannes sein Studium im Konzertexamen an der Hochschule für Musik Stuttgart bei Tristan Cornut.
Wichtige Mentoren waren außerdem Wolfgang Boettcher und Heinrich Schiff. Zahlreiche Meisterkurse unter anderem bei Gary Hoffman, Wolfgang Emanuel Schmidt, Jens Peter Maintz, David Geringas und Frans Helmerson ergänzen seine Ausbildung.

Johannes Przygodda spielt ein Cello von Ragnar Hayn aus dem Jahr 2010 und einen Bogen von Eugène Sartory von 1911.


Aufgrund seines leidenschaftlichen Interesses für Politik, studierte er von 2015 bis 2016 neben seinem Musikstudium Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin.

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